Global Future Camp 09

Erfreulicherweise ging es auf dem Global Future Camp 2009 nicht nur um die Zukunft sondern auch darum wie man neue Ideen konkret Umsetzen kann.

Man merkt, dass nachdem viele Ideen und Gedanken im Netz nun konsolidiert wurden, diese den Kontakt mit dem „real-life“ (der analogen Welt, der Atoms-Welt,…) suchen. Veranstaltungen wie dieser reagieren darauf und bringen die Leute zusammen damit das Netz „lokal geerdet wird“, wie es Niels Boeing es treffend ausdrückt.

Auf den Sessions habe ich folgendes mitgenommen:

  • Ecomap – Social Responsibility and Green Technology
  • Leitfaden für Projektgründer
  • Die neue Arbeitswelt

Globale Krise versus individuelle Gleichgültigkeit

Ole Seidenberg/Daniel Kruse

Es braucht eine gemeinsame, positive Vision der Welt in der wie leben wollen, die es lohneswert erscheinen lässt seinen CO2 belasteten Konsum einzuschränken.

Aus der Vision folgen Ziele die in 1001 Sprachen für 1001 Zielgruppen übersetzt werden müssen um gehört und befolgt zu werden.

Es ist und bleibt komisch, dass der „wir werden alle sterben, wenn wir so weiter machen“-Fakt die Menschen nicht dazu bewegt sich zu ändern. Andersherum scheinen die Menschen viele auf sich zu nehmen, wenn Sie meinen, dass es sich am Ende lohnt, z.B. einen Bausparvertrag, Sparen auf die Rente, Ausbeutung in der Hoffnung selber einmal ausbeuten zu können, Überstunden in der Hoffung auf einen besseren Job, besseres Einkommen und dann irgendwann mehr Lebensqualität,…

Mehr zur Session hier oder hier:

 

Ecomap – Social Responsibility and Green Technology

Frank Robert

Urban EcoMapGruppenzwang ist was feines. Über die Visualisierung des ökologischen Verhaltens des eigenen Statteiles kann Wohlverhalten sichtbar und Fehlverhalten über gruppendynamische Prozesse geächtet und damit geändert werden. Der Drang nach Statussymbolen und gesellschaftlicher Anerkennung kann auch für ökologische Themen genutzt werden. Dazu muss die Solaranlage nur „cool“ und das ‚dicke‘ Auto oder der ‚falsche‘ Stomversorger „uncool“ werden.

http://sf.urbanecomap.org

Mehr zur Session hier:

 

Leitfaden für Projektgründer

Anne Wagrin (Weltretter.org), Tobias Jeske [also ich] (Sustainable-project-management.org)

MapPMErfahrungenWelche Erfahrungen haben die Session-Teilnehmer in Ihren Projekten gemacht, die über einen einfachen Projektleitfaden an Projektgründer weitergegeben werden sollen?

Das Team steht im Mittelpunkt. Es braucht -immer- den persönlichen Kontakt (Telefon oder Treffen) um eine Zusammenarbeit / Mitarbeit zu starten. Es gilt die 90-9-1 Regel.

Hierarchien leht man bei der organisation gesellschaftliche Projekte oft von vornherein ab. Man lernt aber schnell, dass man eine Aufgabenhierachie braucht und diese auch gewollt ist. Es ist die Entscheidungshierachie die man ablehnt, aber auch hier ist es ok, wenn einige sich um Themenbereich kümmern und hier entscheiden (Buchhaltung, Finanzen, …). Es ist eigentlich der Machmißbrauch und die Angst nicht gehört zu werden, die man mit dem Begriff „Hierarchie“ gleichsetzt. Eine partizipative, hierarchische Strukturen ist für alle wieder in Ordnung.

Mehr dazu hier oder hier:

 

Neue Arbeitswelt

Antje Berheide, Tobias Jeske [wieder ich] (zusammenarbeiten.org)

MapNeueArbeitswelt

In der Session ging es um die Fragen:

1. Wie möchten wir zukünftig Arbeiten?
2. Was brauchen wir um zukünftig so Arbeiten zu können?

Es braucht eine gemeinsam Plattform, einen „Verband“ oder eine Marke, die Lobbyarbeit für freiberufliches Arbeiten und Coworking betreibt

Es braucht eine neue (?) Gesellschaftform für Coworker die freies, eigenverantwortliches  arbeiten in einer Gruppe ermöglicht und gleichzeitig die Verbindlichkeit und Haftungssicherheit für den Auftraggeber sichert.

Mehr dazu hier oder oder hier.

Die Session-Pläne der beiden Tage finden sich hier

Weiteres findet man auf den Webseiten zum Global Future Camp

PS: Die Location, Organisation, Catering und das darum war erstklasssig und sehr professionell.

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